Das Valpantenatal


Das Valpantenatal ist eines der 5 Täler von Verona und liegt ost-nördlich von der Stadt. Etymologisch heißt Valpantena "das Tal aller Götter" in Beziehung auf das Pantheon, das unter der Kirche Santa Maria in Stelle liegt. Trotzdem behaupten andere Quellen, dass der Name von den "Panganoti" stammt. Die Panganoti waren ein Volk, das sich in sehr alter Zeit in diesem Tal angesiedelt hat.

" Wenn wir mit langsamen Schritte rechts abbiegen, finden wir die Mauer, die sich zu jener Seite öffnet und läßt das Tal und die schönsten Bergen sehen. Das Valpantenatal sieht wie ein Kunstwerk aus."

Diese Worte wurden 1617 von Adriano Grandi in seinem Buch "Die Schönheiten von Verona" geschrieben.
Vor ihm schreibt Francesco Corna aus Soncino 1477 in " Sammlung der Kroniken von Verona und Umgebung ": Die Valpantena sei ein idyllisches Tal, das sich für seine Tälchen, Quellen, Brünnleinen und Weinreben kennzeichne.

Dem römischen Historiker Floro zufolge wurden zuerst die Cimbri und dann die Römer von der Süßigkeit des Weins und dem Geschmack der Produkte dieses Tals verführt. Die Römer verstanden, der Boden war für Weinanbau ideal, deswegen verstärkten sie die Abholzung und pflanzten Weinreben.

Unter den Spezialitäten, die mit den Produkten des Lands zubereitet werden nennen wir den Wein Valpantena und den Käse Monte Veronese. Das Valpantenatal bietet auch zahlreiche archäologische Ausgrabungen/Orten, die über das Tal ausgestreut sind.

Für weitere Informationen besuchen sie die Website der Bibliothek von Grezzana: http://www.rcvr.org/cittaepr/grezzana/home.htm.

Das Pilotòn


Das Pilotòn ist ein Menhir, ein bretonisches Wort, das "langer Stein" heißt. Die Menhire sind grosse verlängerte Steine, die in die Erde sankrechtlich hineingetrieben sind und deswegen "hineingetriebene oder sankrechte Steine" genannt werden. Das Pilotòn befindet sich auf der sogenannten Straße Preafita, auf dem Bergrücken westlich von Montorio.

Für die Primitivenvölker war das Menhir ein heiliger Stein, der ihrer Überzeugung nach göttliches Leben ehnthielt und manchmal Gott selbst verkörperte.
Wir wissen mit Sicherheit, dass das Menhir Gegenstand vieler magisch-religiösen Zerimonieen gewesen ist. Dieses Ritus sollte die Fruchtbarkeit der Frauen und der Erde fördern, als würde der Stein einen befruchtenden Geist verbergen.
Nicht zufällig ist der Menhir Phallusförmig. Seine weiße Farbe symbolisiert die in der weiblichen Fruchtbarkeit eingeschlossene Kraft des Mondes.

Das Menhir hat die Funktion, Himmmel und Erde miteinander zu verbinden und der Ort ,wo das Menhir liegt, wird heilig. Noch heutzutage werden den Menhir herum religiöse Zerimonieen veranstaltet. Der christliche Klerus verurteilte diese Verehrung aber trozt der Unterdrückungsmittel blieb der Ritus unter der Bevölkerung sehr verbreitet. Daher ging der Klerus einen Kompromiss ein: die Steine wurden "getauft" und bekamen den Namen eines Heiligen, außerdem wurde ein Kreuz entweder eingegraben oder auf den Stein gestellt (wie für das Pilotòn).

Wegen seine regelmäßige Form kann das Pilotòn als ein Menhir der römischer Zeit betrachtet werden. Dieser säulenförmige Monolith ist von einigen Jägern, die von seiner Höhe gestört waren, verkürzt worden.

In der Nähe von dem Pilotòn befindet sich ein Berg, Monte Pipadolo, und nicht weit von Monte Biron gibt es eine prähistorische Ansiedlung mit drei Menhir. Beide Namen beziehen sich auf den sexuellen Bereich, da der Penis in unserem Dialekt entweder pipolo oder biri genannt wird. Deshalb kann man vermuten, dass die Namen der beiden Berge von dem Pilotòn stammen.

Astronomische Orientierung vom römischen Verona


Der Menhir erwarb heilige Wichtigkeit auch weil er Menschen die Möglichkeit gab, die Sternbewegungen zu beobachten und damit Sonnen-, Mond- und Sternuhren abzuleiten.

Darüber hinaus wurde das Pilotòn von den römischen Wahrsager als Beziehungspunkt für die Orientierung von Verona gewählt. Diese Wahrsager mussten den exakten Punkt wälen, wo das Phorus, das Zentrum der zukünftigen Stadt sein sollte. Danach beschließen sie die Orientierung der Stadt in Bezug auf die meisten Sonnenbewegungen (Sonnenwende und Äquinotium).

Wenn man eine Linie durch drei Ziele zeichnet: das Pilotòn, das Kapitell von Piazza Erbe (das Phorus), und die Kirche von Santa Lucia zeichnet, bekommt man die Orientierung ad sidera dieser Linie bei Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende (21. December). Dieser Orientierung entlang mussten die Wahrsager das cardo, die wichtigste Straße der römischen Stadt; ( die heutige Via Pellicciai-Santa Maria in Chiavica) sankrechtlich mit dem decumano, der zweit-wichtigsten Straße ( der heutige Via Cappello-Via S. Egidio) kreuzen. Es ist gekannt, dass die christlichen Kirchen auf die heidischen heiligen Orten entstanden. Die mit dem Heiligen der Sommersonnenwende verbundene Kirchen befinden sich nämlich dem cardo entlang in westlicher Richtung.

(Dem Archäologen Alberto Solinas zufolge)


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